18.6.21 Hurra!

Gestern endlich die erste "richtige" Lesung! Und die erste mit Publikum ohne spezielle Armenien-Kenntnisse. Ein wunderbarer Abend. Ich glaube an die Macht der Poesie. Der persische Dichter Hafis (1320-1389) wurde gut 400 Jahre nach seinem Tod zum Freund Goethes und ist heute, nach mehr als 600 Jahren, im Iran mitunter mächtiger als die Mullahs.   

6.5.21 Johanniter und Armenien

Gestern Zoom-Lesung mit den Leuten vom Johanniter-Orden in München. Eine Veranstaltung, die es ohne Corona gar nicht gegeben hätte. Einige von ihnen haben eine enge Verbindung zu Armenien. Ich war noch nicht dort. Das Armenische Tor ist aus Eindrücken im Iran entstanden, in der Islamischen Republik.

24.4.21 USA und Türkei 

Heute hat Präsident Biden den Völkermord an den anatolischen Armeniern als "geschichtliche Tatsache" anerkannt. Endlich auch der Präsident! Vor 106 Jahren - am 24./25. April 1915 ließ der Innenminister des Osmanischen Reiches, Talaat Pascha, in Istanbul 235 Armenier verhaften: die Elite des armenischen Volkes von Anatolien. Danach begannen die Deportationen, die Hungermärsche, die Massaker.. Es verloren ca. 1,5 Millionen Menchen ihr Leben. Die Türken haben im 1. Weltkrieg den besten Teil der eigenen Bevölkerung ausgelöscht, so wie die Deutschen im 2. Weltkrieg.  Die Türkei leugnet diese Tatsache. Diese Lüge ist das faule Fundament des türkischen Staates.Wer sich nicht im Spiegel ansehen kann, wird erfolglos bleiben.  

14.3.21 Mission erfüllt

Es erreicht mich die Rezension im Schneller-Magazin. Frau Buck schreibt:  Er hat akribisch recherchiert und legt mit seinem Krimi den Finger in eine noch immer offene Wunde.Genau das ist unsere Aufgabe!  Das ist ein schönes Lob, denn nichts ist langweiliger als ein Buch zu schreiben, das die Leute vergessen, nachdem sie es gelesen haben. Außerdem: Diese Rezension richtet sich genau an die Leute, die ich erreichen möchte. 

28.1.2021 Lesung im Krieg

Heute habe ich eine Lesung und ein Gespräch mit den Deutsch-Dozenten der Universität für Sprachen und Sozialwissenschaften in Jerewan/Armenien gehabt. Zwei Stunden intensiver Austausch per Zoom, organisiert von der Gesellschaft für Deutsche Sprache, betreut von der Vertreterin des DAAD vor Ort. Der Karabach-Krieg 2020 steckt den Menschen tief in den Knochen. Wir haben darüber gesprochen, ob und wie der Hass überwunden werden kann, auch wenn die andere Seite weder die Wahrheit akzeptieren kann noch Frieden will. Sie zwingen sich zur Hoffnung. "Nach allem, was wir den Armeniern angetan hanben", sagte der Innenminister des Osmanischen Reiches 1915, "können sie niemals mehr unsere Freunde sein." 

17.1.2021 Seele verkauft

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Wes Gas ich verbrenne, des Krieg ich akzeptiere. Seit dem 31.12.2020 strömt aserbaidschanisches Gas in die europäischen Haushalte. Die transadriatische Pipeline Aserbaidschan-Türkei-Griechenland-Albanien-Adria-Italien ist fertig. Als Gegenleistung schweigt Europa zum Tod der Armenier Berg Karabachs. Wir kaufen derweil Gas von Diktatoren. Und zanken um jede Windmühle. 

3.1.2021 alte Zeiten

Ich habe neulich ein Video entdeckt, das 2010 bei Youtube eingestellt wurde: https://www.youtube.com/watch?v=Zi82flH7rmk  Eine Gedenkveranstalting  in Berlin am 15.11.2008 zum Völkermord an den Aleviten der Provinz Dersim (heute Tunceli) in der Türkei 1937. Kleiner Ausschnitt meiner Rede. Stimmt leider nach wie vor.  Den Bart hätte ich mir schneiden müssen.

23.12.20 Oh!

Eine armenische Leserin aus Hessen schreibt mir: "Diese Buch war wie eine Pflaster für meine verletzte Seele" Ich bin glücklich und traurig zugleich. Allein dafür hat es sich gelohnt!!.

20.12.20 Lesung ohne Publikum

Ein Buch muss vorgelesen werden, damit es seine Wirkung entfaltet. Das geht nur analog mit Publikum. Da spüre ich die Wechselwirkung. Eine online-Lesung ist die zweitbeste Möglichkeit. Heute ist die in Hamburg aufgenommene  Veranstaltung auf Youtube freigschaltet worden: 

https://www.youtube.com/watch?v=RPtEcyMprhA

Ich habe mich zum ersten Mal auf Türkisch gehört. Ich danke den Organisatoren für die Einladung!

18.11.20 Vertreibung

Die Menschen von Karabach fliehen. Sie verlieren ihre Heimat. Besiegt mit israelischen Waffen. Waffen gegen Öl aus Aserbaidschan. Ein Volk, das Opfer eines Völkermords war, liefert Waffen  gegen ein Volk, das ebenfalls Opfer von Völkermord war. Und wird so zum Komplizen der Türkei. Die Welt ist manchmal nicht zu verstehen.  

21.10.20 Nicht weglegen!

"Ein Buch, das man nicht weglegen kann und das lange nachwirkt", schreibt das Stader Tageblatt. 

18.10.20 Karabach

Furchtbare Nachrichten. Erdogan hat Islamisten aus Lybien und Syrien angeheurt und wirft sie in die Schlacht gegen das kleine Volk in Berg Karabach, kaum 120.000 Menschen, die ihre Heimat verteidigen. Viele von ihnen Nachfahren der Überlebenden von 1915. Stellen Sie sich vor, der Iran greift Israel an und Deutschland schickt und finanziert Truppen der Hamas gegen Israel. Das ist das, was Erdogan gerade tut. Seine Doktrin müsste sein: Wir stehen in der Schuld der Armenier. Wir treten dafür ein, dass sie in Sicherheit und Frieden leben können. Es ist widerlich und ekelhaft.

15.10.20 Los geht`s 

Heute liegt das Buch in den Läden. Es ist vollbracht!

28.9.2020 Armenien und Berg-Karabach: Völkermord und Krieg

"Das armenische Tor" ist fertig. Das Buch wird vermutlich gerade gedruckt. Ende nächster Woche geht es in die Post und in die Buchläden. Dass es sooo aktuell ist! Um Berg-Karabach herrscht heißer Krieg nach dem kalten. Erdogan schwört Aserbaidschan Treue und Hilfe. Damit er den Völkermord seiner Großväter an den Armeniern in der Türkei nicht zugeben muss. Berg-Karabach ist das West-Jordanland der Armenier. Nach den Pogromen gegen sie in Sumgait 1988 und Baku 1990 haben sie Berg-Karabach 1992 erobert und mit Armenien verbunden. Dort lebten hauptsächlich Armenier. Sie wären die nächsten gewesen. Wie Israel das Westjordanland im Sechstagekrieg 1967 erobert und mit Israel verbunden hat. Sie werden es festhalten, koste es was es wolle. Weil sie es müssen. 

29.4.2020 bestechender Roman

Heute habe ich die Verlagsvorschau per Mail bekommen: "Das armenische Tor ist ein bestechender Roman... Spannende Geschichtsstunde und packender Fall zugleich, literarisch anspruchsvoll und horizonterweiternd."  Ich bin begeistert. Die Buchläden sind wieder geöffnet, wie schön.

2.3.2020 Abgegeben

Ich habe mein Manuskript endgültig ins Lektorat verabschiedet. Ein gründliches Lektorat ist wichtig! Es kann einen guten Text zu einem sehr guten machen. Ich lasse mir Zeit und bin genau. Ich will kein Wegwerfbuch geschrieben haben, sondern eines, an das sich der Leser auch noch nach fünf oder zehn Jahren erinnert. 

4.2.2020 Das Armenische Tor

Weiter geht's: Im Oktober 2020 wird mein 5. Buch mit Peter Schlüter erscheinen. Titel: Das Armenische Tor. Es ist ein Roman über ein Verbrechen. Und was für eines! Ich habe Schlüter ein zweites Mal in den Orient geschickt, aber nicht in die Türkei. Die dortigen Verhältnisse lassen es nicht zu, dass ich vor Ort recherchieren kann. Ich bin also ausgewichen in den Iran, das Land von 1001 Nächten. Ich war in Täbris, der weltberühmten Teppichstadt. Dort bin ich durch das armenische Tor gegangen.

30.5.17 Türkei aktuell

Mein "Paragraf 301" ist - leider, einerseits - aktueller denn je. Deshalb startet www.grafit.de - wunderbar, andererseits - eine neue Kampagne für das Buch. Ich lege es jedem ans Herz, der die Türkei verstehen will. Der Staat Türkei steht auf einem verrotteten Lügenfundament, und die größte Lüge lautet: "Ein Staat, ein Volk, eine Sprache, eine Religion". Sie stammt noch von Atatürk.

4.7.14 Neues aus dem Bücherdschungel

Seit mindestens 2 Wochen liegt die Anthologie "Lies oder stirb" auf meinem Lesehaufen. 15 Kurzgeschichten sind zusammen gekommen, dabei meine Story "Der Fassadenkletterer". Diese kleine Geschichte hat seit mindestens 20 Jahren in meinem Kopf gespukt, und nun ist sie zu Papier gebracht. Ein nettes Büchlein!

 

12.2.2014 Leserlob

Eine junge Leserin des Paragraf 301 schreibt mir eine Mail: Sie ist Alevitin, ihre Eltern sind aus der türkischen Provinz Dersim vertrieben worden. Sie steht kurz vor dem Abitur und macht mit ihrem Politik-Leistungskurs eine Fahrt nach Straßburg. Unterwegs liest sie das Buch. Neben ihr sitzt eine sunnitische Freundin. "Durch Ihr Buch habe ich den Mut bekommen, mich nicht einschüchtern zu lassen. Als der Lehrer mich nach dem Buch fragte, war ich mir nicht sicher, ob ich neben einer Sunnitin so offen reden sollte. Ich war erst etwas eingeschüchtert, jedoch hat mir ihr Buch die Kraft dazu gegeben ... Schon die erste Seite hat mich unglaublich berührt." Mehr kann ich mir nicht wünschen.

15.1.2014 Lies oder stirb

Rechtzeitig zum "Redaktionsschluss" habe ich meine Kurzgeschichte für den gleichnamigen Sammelband zum baldigen 25. Jubiläum des Grafit-Verlages abgeliefert, eine kleine kriminelle Lügengeschichte, wie sie das Leben schreibt.

14.10.2013 Völkermord und Außenseiter

Am vergangenen Wochenende bin ich der Einladung der evangelischen Akademie gefolgt und habe mit meinem "Paragraf 301" an der Veranstaltung "Literatur über Völkermord - das Unsagbare schreiben" teilgenommen, auf der Insel Schwanenwerder im Wannsee/Berlin.Dort hat Göbbels gewohnt; dort wurde die "Endlösung der Judenfrage" beschlossen. Ich traf die Türkin Fethiye Çetin ("Meine Großmutter") und den Amerikaner Peter Balakian ("Die Hunde vom Ararat"), beide die Enkel überlebender armenischer Großmütter, außerdem Dogan Akanli ("Die Richter des jüngsten Gerichts"). Besonders vor Frau Çetin ziehe ich den Hut - sie kennt den türkischen Knast von innen und tritt mutig in ihrer Heimat für die Wahrheit ein. Ich war Außenseiter - weder persönlich betroffen noch Angehöriger von Betroffenen.  Und immer wieder werde ich gefragt, wie ich zu diesem Thema gekommen bin.   

20.6.13 Ich und Obama

waren in Berlin, ich aber zuerst, schon am 18.6. Die Gedenkveranstaltung im Alevitischen Kulturzentrum hat mich zurückgebeamt in die Schreibezeit von Paragraf 301. Frau Yeter Gültekin, die ihren Mann bei dem Pogrom in Sivas verloren hat, saß neben mir. Ich verneige mich vor dieser Frau. Der gleiche Mob, der 1993 die Aleviten in Sivas verbrannt hat, wird heute von Erdogan heißgeredet. Der Mann weiß genau, wem er damit Angst macht und was er damit erreichen will. Jedes seiner Worte ist kalkuliert. Und jedes zweite hat eine doppelte Bedeutung. Die Türkei ist weit von Presse-, Religions- und Demonstrationsfreiheit entfernt. Die Berliner Aleviten sagen: Wir wollen nicht, dass in der Türkei die Mullahs an Stelle der Generäle die eigentliche Macht haben. Aber Vorsicht: in Istanbul und anderswo demonstrieren auch die Kemalisten: Sie wollen ihre Generäle wiederhaben und lieben den Spruch "Die Türkei den Türken", für sie gibt es weder Kurden noch Zaza und die Aleviten sind für sie Ketzer.   

29.5.13 Noch einmal: Sivas 1993

Am 18.6. veranstalten die Aleviten in Berlin eine Gedenkfeier zum 20. Jahrestag des Brandanschlags auf das Hotel Madimak im ostanatolischen Sivas. Am 3. Juli 1993 sind dort 37 alevitische Künstler und Freidenker verbrannt, nachdem ein radikalsunnitischer Mob das Hotel angezündet hatte: u.a. Thema meines Romans Paragraf 301. Ich bin zur Podiumsdiskussion eingeladen, mit der Zeitzeugin Yeter Gültekin, dem Grünen Bundestagsabgeordneten Memet Kilic und dem Religionswissenschaftler Dr. Friedmann Eißler. Übrigens: Vor 1915 lebten in Sivas 1/3 christliche Armenier. Heute: 70 Moscheen und 1 Versammlungshaus für die Aleviten, die 50 % der Bevölkerung stellen.   

17.5.13 Die Wut des Unbeteiligten

Das ist das Motto meines Workshops, den ich am 12.10.13 in Berlin im Rahmen der Veranstaltung "Das Unsagbare schreiben - Prosa über den Völkermord" mit meinem Buch "Paragraf 301" abhalten werde. Veranstalter ist die Evangelische Akademie Berlin, ich habe diese Woche den endgültigen Veranstaltungsplan bekommen. Literatur über den Völkermord wird fast immer von den Opfern und ihren Nachfahren - die ja auch Opfer sind - geschrieben. Der "Paragraf 301" ist aus der Wut des Unbeteiligten entstanden, und im Oktober wird mein Buch neben den Büchern von Franz Werfel, Edgar Hilsenrath, Tadeusz Borowski und anderen stehen.     

3.12.12. Mordsmäßiges Landleben

So der Titel der Rezension, die das Neue Deutschland am 22.11. über "Die oder ich" veröffentlicht hat. Man bescheinigt mir einen "scharfen Blick für psychologische Details" und - nicht zum ersten Mal - "überzeugende Charaktere". Fazit der Rezension: "Sehr lesenswert!"   

23.9.12. Stars der Krimiliteratur

2 Lesungen vor zusammen um 110 Zuhörern liegen hinter mir.

Am 20.9. bin ich in Stade in der neuen Galerie "Das Kunstwerk" (hier:)aufgetreten. Herr Dr. Fitschen hatte eingeladen mit der Behauptung, dass meine Bücher "zum Hervorragendsten gehören, was diese Literaturgattung in Deutschland zu bieten hat" und unterstellt mir "leichtfüßige Schärfe, beißende Ironie, aber auch ganz liebevolle Einfühlung in die Verhältnisse und Existenzen in Stade und den Moorlandschaften". Muss ich das abstreiten? Nein. Deshalb habe ich aus allen Büchern ein Kapitelchen vorgetragen, was mir großen Spaß gemacht hat.  

Ganz anders, aber ebenso schön war die Lesung am 21.9. in Recklinghausen, eine Veranstaltung im Rahmen des größten europäischen Krimifestivals "Mord am Hellweg" ("8 Wochen Hochspannung mit Stars der Krimiszene") Ich las mit Jan Zweyer und Horst Eckert, hochkarätige Kollegen, die Starkes geleistet haben. Immer wieder schön, wenn das Publikum mehrere ganz unterschiedliche Stimmen und Geschichten hört und ich auch. Die WAZ Recklinghausen soll einen Bericht geschrieben haben, steht aber nicht im Netz. 

9.7.12 NDR Bücherwelt

Heute zum Kurzinterview nach Hannover, mit Margarethe von Schwarzkopf, für 7 Minuten Sendung am 10.7. im NDR 1 und der "Bücherwelt". In der Ankündigung werden meine Bücher nicht "Krimis" genannt, sondern "ländliche Dramen". Einverstanden. Beim Krimi steht die Aufklärung im Vordergrund - beim Drama: das Drama.

20.6.2012 Schöner als die beste Rezension

Eine Leserin schreibt mir zu "Paragraf 301": "Ich danke Ihnen vielmals für Ihren Roman Paragraf 301. Ich habe viel gelernt, gelacht und viel geweint. Danke."

29.3.2012 Der Tote von Lochtrop

ist - rechtzeitig vor Ostern - auferstanden: Meine Kurzgeschichte für die Criminale 2012 im Sauerland erscheint im April im Band "Tausend Berge, tausend Abgründe" bei Grafit ISBN 978-3-89425-399-8. Kostet 9,99 €. Die Autorenexemplare waren vorgestern in der Post. In der Story habe ich mutig die Ermittlungen selbst übernommen. Meinen Kollegen Peter Schlüter, der in meinen Büchern sonst ermittelt, mochte ich damit nicht belasten. Er hatte keine Zeit ins Sauerland zu fahren.  

14.3.12. Erdogan wird Gärtner. Sivas-Verfahren eingestellt.  

Gerade erfahre ich, dass meine am 17.3. geplante Lesung aus "Paragraf 301" in Ingolstadt ausfällt. Grund: Alle Aleviten fahren zur Demonstration nach Bochum. Dort soll dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan am 17.3. der Medienpreis "Steiger-Award" () verliehen werden, für seinen Einsatz für "Offenheit, Menschlichkeit, Geradlinigkeit, Toleranz". Einen besseren Bock, der Gärtner werden soll, hat es noch nicht gegeben. Dazu passt die Nachricht, dass die türkische Justiz das Sivas-Verfahrens eingestellt hat - wegen Verjährung. In meinem Roman "Paragraf 301" ist das Massaker von Sivas im Juli 1993 zentrales Thema. Türkische Radikale haben damals ein Hotel in Brand gesteckt. 37 Aleviten starben. Einige Täter flüchteten nach Deutschland und erhielten hier Asyl. Die korrupte türkische Justiz hat das Verfahren verzögert. Erdogan "begrüßt" die Einstellung - also das Versagen der Justiz. In Deutschland und in der Türkei sind die Aleviten in Aufruhr. Mehr hier:  und da:

2.3.12 Drei Tage Hochmut

Gestern habe ich die neuesten Rezensionen von "Die oder ich" vom Verlag bekommen. Danke, das reicht für drei Tage Hochmut, aber dann muss Schluss sein, denn für das nächste Buch nützt das nichts, im Gegenteil. Die Rezensenten bescheinigen mir einen "literarisch äußerst ausgefeilten Stil" und finden, dass ich keinen trivialen Bahnhofskiosk-Pocket-Krimi geschrieben habe, sondern einen "intelligenten Roman", einen "außergewöhnlichen Krimi" mit "knisternder Spannung", "subtiler Dramatik" und "überzeugenden Charakteren". Auch beim nächsten Buch will ich die vielen einsamen Stunden nicht mit belanglosen Sätzen vertun. I'll do my very best.     

15.2.12 Niedertracht in Niedersachsen

Meine Kurzgeschichte "Das Schweigen der Schweine" im Sammelband "Niedertracht in Niedersachsen" des KBV-Verlages aus der Eifel liegt vor. Ich habe sie gestern Abend noch einmal gelesen und bin sehr zufrieden. Kann man kaufen für 9,90 €. ISBN: 978-3-942446-24-2  

3.2.12. Bochumer Kriminacht

Die Sonne steigt und man hat wieder Lust das Haus zu verlassen. Ich freue mich auf die Bochumer Kriminacht 2012 am 3. März im Orlando. Ich lese mit den Kollegen Reinhard JungeTheo Pointner und Jan Zweyer . Vier Krimiautoren auf einen Schlag - das wird gut.   

18.12.2011 Knecht Ruprecht

Großes Treffen der Grafit-Autoren auf der Weihnachtsfeier in Dortmund. Für einen Abend und eine halbe Nacht der Autoren-Einsamkeit entflohen. Außerdem weiß ich endlich, wer sich hinter Ruprecht Knecht  verbirgt. Sag ich aber nicht ...

26.11.2011 Revolution in türkischer Innenpolitik?

FAZ vom 26.11.2011: Ministerpräsident Erdogan hat sich für den Massenmord von 1938 in der Provinz Dersim/Tunceli entschuldigt. Verantwortlich für die Massaker ist Kemal Atatürk, so dass Erdogan indirekt Seine Heiligkeit kritisiert, bislang ein Tabu und unter Strafe! Erdogan bringt so die oppositionelle Partei CHP, deren Chef Atatürk 1938 war, in Bedrängnis. Es wird nun offen diskutiert! Der Vorsitzende der CHP in der Provinz Diyarbakir gibt Erdogan Recht. Der Vorsitzende der CHP Kilicdaroglu, der selbst aus Dersim stammt, geht weiter: Er verlangt Entschädigung. Das hätte ich nie für möglich gehalten! Vielleicht muss ich keine Angst mehr haben, ein zweites Mal in die Türkei zu fahren?

19.11.2011 "Paragraf 301" zeigt Wirkung

Die Journalistin Helga Hirsch hat in der WELT vom 19.11.2011 einen Artikel mit dem Titel "Ein (fast) vergessenes Massaker" veröffentlicht. Stark betroffen durch die Lektüre meines "Paragraf 301" hat sie mich im Juni 2011 um Info-Kontakte gebeten, die ich ihr gegeben habe. Anschließend ist sie in die Türkei in die Provinz Dersim/Tunceli gefahren (wie ich 2007, um den "Paragraf 301" schreiben zu können). In dem Artikel berichtet sie u.a.: Es hängen in Tunceli jetzt Plakate mit der Aufschrift "Dersim 1938"; seit  zwei Jahren steht dort ein Denkmal für Seyit Riza; Zeitzeugen werden systematisch befragt, die Interviews werden dokumentiert nach dem Vorbild der Shoah-Foundation (nach dem Film "Schindlers Liste"). Das alles war vor 4 Jahren noch undenkbar. Wahrheit lässt sich nicht unterdrücken!

3.11.2011 Das Schweigen der Schweine

Meine Kurzgeschichte mit diesem Titel ist fertig. Sie erscheint im März 2012 im KBV-Verlag im Sammelband "Niedertracht in Niedersachsen". Er wird herausgegeben von Cornelia Kuhnert und Richard Birkefeld, die mich auf der Criminale 2011 gefragt haben, ob ich etwas beisteuern kann. Kann ich.

28.10.2011 Der Tote von Lochtrop

Meine Kurzgeschichte mit diesem Titel ist fertig; muss noch lektoriert werden. Sie erscheint im April 2012 pünktlich zur Criminale im Sauerland. Der Sammelband erscheint bei Grafit und wird von Theo Pointner herausgegeben. Standesgemäß habe ich Sauerländer Platt eingestreut; dabei hat mir Dr. Werner Beckmann vom Mundartarchiv (hier:  ) in Cobbenrode/Cowwenroo geholfen, wofür ich ihm danke.

2. - 19.9.2011 Kopf frei

Ich war im nördlichsten Teil von Schweden und bin dort allein gute 200 km durch die subarktische Wildnis gewandert. Sjaunja Nationalpark. Die letzten 9 Tage keine Seele gesehen. Tags 9 Stunden Marsch nach Karte und Kompass, nachts einsam im Zelt. No accomodations. Berge, Gletscher, Täler, Steine, Graslande, Sümpfe, Wälder, Himmel, Flüsse und viel, viel Regen. Erkenntnis: Der Mensch braucht wenig, und am Schreibtisch wird er alt.